Bhutan – Thimphu Market, Dochula Pass

Das kleine Königreich Bhutan ist den meisten durch den in der Verfassung verankerten Glücks-Index bekannt. Und tatsächlich wirken die Menschen hier sehr offen und freundlich, trotz der verhältnismäßig einfachen Lebensumstände. 

Nach der Ankunft auf dem Flughafen Paro fahren wir zunächst nach Thimphu auf den farbenfrohen Wochenendmarkt.

Der Markt ist zentraler Handelsplatz für frische Lebensmittel und Gewürze, große Supermärkte gibt es in Bhutan nicht.

Weiter geht es auf dem Weg nach Punakha über unzählige Serpentinen auf den Dochula Pass (3.140 m), der einen atemberaubenden Blick auf das Himalaya und den Gangkar Puensum, den höchsten Berg Bhutans, ermöglicht. Bhutan war in seiner Geschichte nur ein einziges Mal in einen Krieg verwickelt. Zum Gedenken an die gefallenen Soldaten, ließ die Königsmutter hier 108 Stupas errichten.

Anschließend erreichen wir Punakha, Bhutans ehemalige Winterhauptstadt. Die Tradition wird noch immer beibehalten und die Regierung hat die zweite Jahreshälfte hier ihren Sitz und wechselt im Sommer nach Wangdue Phodrang.

Am Abend wandern wir auf den Hausberg des Hotels und haben einen unglaublichen Blick auf das Tal und auf den Palast und Regierungssitz, die Punkha Dzong.

Nach dem Abendessen wandern wir doch noch hinunter ins Tal und schauen uns den Palast bei Nacht an.

Mount Everest – Der höchste Berg der Welt

Auf dem Luftweg von Kathmandu nach Bhutan muss das Himalaya Gebirge überquert werden.

Mit einer Nepali-Mütze und Buddhas Glück, ergattert man einen begehrten Fensterplatz im Flugzeug. Durch dieses Fenster eröffnet sich einer der schönsten Flüge, mit Blick auf das Himalaya und den Mount Everest.

Die geografische Tallage des einzigen internationalen Flughafens erfordert einen steilen Sinkflug.

Der Flughafen ist überschaubar und die Einreise dauert nur wenige Minuten.

Bhaktapur – Die Stadt der Newar im Kathmandu Valley

Bhaktapur liegt rund 15km östlich von Kathmandu, hier leben größtenteils Newar, die Ureinwohner der Region. Gleichzeitig ist Bhaktapur die drittgrößte Stadt im Kathmandu Valley.

Dennoch hat die Stadt ihren mittelalterlichen Charm erhalten. Die kleinen Gassen der Altstadt führen vorbei an unzähligen kleinen Tempeln, in denen sich Gläubige zum beten treffen und einen Ort der Ruhe in dieser pulsierenden Stadt finden.

Der Durbar Square, also der Schlossplatz beherbergt das historische, aber auch alltägliche Zentrum der Stadt. Hier befinden sich besonders sehenswerte Tempel, weswegen der Platz auch als UNESCO Weltkulturerbe gelistet ist.

Die alte Handelsstraße nach Tibet führt an Bhaktapur vorbei und macht es noch heute zu einem lebendigen Handelsplatz für Handwerk, Lebensmittel und Produkte aus Kaschmir, Yakwolle oder Ton.

Der Palast kann leider nicht besucht werden. Das königliche Badehaus ist aber zugänglich. Es lädt heute zwar auch nicht mehr zum Bade ein, symbolisiert aber die religiöse Bedeutung des Wasser als Quelle des Lebens und der Wiedergeburt.

Kathmandu – Nepals Hauptstadt am Fuße des Himalayas

Erst seit 1951 ist es ausländischen Touristen überhaupt gestattet, das Land Nepal zu bereisen. Der Hindu-Staat ist ein armes, gleichzeitig aber auch beeindruckend freundliches Land.

Kathmandu liegt im gleichnamigen Kathmandu Valley, umgeben von Bergen, auf 1.300 Metern über dem Meer und platzt aus allen Nähten. Die Metropole hat mit den Folgen einer dramatischen Zuwanderung aus den ländlichen Landesteilen zu kämpfen.

Die Stupa im Stadtteil Boudha ist der wichtigste Ort des buddhistischen Glaubens. Diese Stupa ist die weltweit größte. Es ist kein Gebäude im klassischen Sinne, es gibt keinen begehbaren Innenraum. Der Baum des buddhistischen Lebens, welcher sich im Inneren befindet, kann also nicht gestört werden. Vielmehr laufen die Mönche und Pilger im Kreis um die Anlage und bedienen Gebetsmühlen.

Am Abend besuchen wir den Pashupati Hindu Tempel. Schwerer Rauch liegt in der Luft, es wird gebetet und getanzt. Es ist der Ort, an dem die Seele der verstorbenen den Körper durch das Feuer verlässt. Eine für uns unbekannte Mischung aus Trauer und spiritueller Feier.

Trotz verstörender Bilder der Verbrennung, werden wir zum gemeinsamen, fröhlichen Tanz animiert.

周庄镇 (Zhōuzhuāng Zhèn) – Venedig des Ostens

Mitten im Herzen des Yangtze Deltas liegt Zhouzhuang. Die Stadt ist eine der bekanntesten “Wasserstädte” Chinas und nur eine halbe Autostunde von Suzhou entfernt.

Der historische Stadtkern ist von Kanälen durchzogen, auf dem mit traditionellen Booten gefahren werden kann.

Die meisten Häuser sind noch in der originalen Ming- und Qing- Architektur erhalten.

Der Beinamen „Venedig des Ostens“ ist von den unzähligen historischen Brücken, die über die vielen kleinen Kanäle führen, inspiriert.

Zwischen all den Kanälen und Brücken können mehrere Pagoden besichtigt werden.

Der großzügig angelegte Quanfu Tempel ist ebenso von Kanälen durchzogen und würde zum verweilen einladen, wenn es nicht gerade so kalt gewesen wäre. Das einzige beheizte Restaurant gehört zur berühmten amerikanischen Fastfood-Kette.

Abends versinkt Zhouzhuang in buntem Licht.

木渎 (Mùdú) – Wandern in Suzhous Nachbarstadt

Mit der U-Bahn erreicht man Mùdú in unter einer Stunde, also genau richtig, für einen kleinen Sonntagsausflug!

Die kleine Nachbarstadt ist vor allem für die Linyan Mountains bekannt.

Im Gebirge gibt es hier unzählige Wasserquellen, die mehrere, klare Seen speisen.

Auch diverse Pavilions und Tempel gibt es unterwegs zu besichtigen.

Der unscheinbare Tempel oberhalb eines großes Friedhofs lädt beim Aufstieg auf die Linyan Berge zu einer kleinen Pause ein.

Oben angekommen, befindet sich ein großer See, um den ein Weg aus Holzplanken angelegt ist.

Ein kleiner Wasserfall kann auch bestaunt werden.

Auch wilde Tiere gibt es hier zu sehen, wenn auch im Gehege.

南京 (Nanjing) – Südliche Hauptstadt

Nanjing ist die Hauptstadt der Provinz Jiangsu, zu der auch Suzhou gehört. Der Name deutet es schon an, Nanjing war in der Vergangenheit mehrfach chinesische Hauptstadt. Noch heute ist sie ein wichtiges kulturelles Zentrum des Landes.

Von Suzhou aus ist die Stadt mit dem Zug in eineinhalb Stunden zu erreichen. Wir werden mit einem malerischen Herbstwetter empfangen.

Die Purple Mountain, ein kleines Gebirge, welches am östlichen Rand der Stadt beginnt, ist beliebtes Ausflugsziel. Die angrenzenden Gärten erstrahlen im Frühjahr in namengebender, purpurnen Pflaumenblüte und zur Zeit in bunter Herbstfärbung.

Die chinesische Gärten und Parkanlagen beherbergen unzählige Pavillons, Denkmäler und Wahrzeichen vergangene Dynastien.

Nanjing hat eine sehr gut erhaltene Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert. Sie ist mit über 35 km Länge die Längste Stadtmauer der Welt. Das ursprüngliche System aus vier Mauerringen, welches den Kaiserpalast, die innere Kaiserstadt, die Stadt und das Umland absichert, war Vorbild der Architektur für die spätere “Verbotene Stadt” in Peking.  

Anders als in Peking oder Xi’an verläuft die gewaltige Mauer nicht rechteckig, sondern entlang der natürlichen Topografie und der ursprünglichen Stadtgrenzen. Somit hat man von der Mauer einen wunderbaren Ausblick auf den Xuanwu-See.

Im südlichen Teil der Stadtmauer befindet sich nichts geringeres, als das “Tor zu China”. Dieses Haupttor der frühen Hauptstadt gilt bis heute als komplexeste Verteidigugseinrichtung weltweit.

Als nächstes besuchen wir das ehemalige Wohhaus des ersten Staatspräsidenten der Republik Chinas. Nach dem Umsturz des 2000-jährigen Kaiserreichs wurde Dr. Sun Yat-sen 1911 zum provisorischen Präsidenten des modernen Chinas ernannt.

In Najing befindet sich auch das Sun Yat-sen Mausuleum. Dieses befindet sich auf dem Purpur-Berg und ist über eine fünfzig Meter breite Treppe mit knapp 400 Stufen zu erreichen.

Die Gedenkhalle aus weißem Marmor vereint Elemente traditioneller Chinesischer Tempelarchitektur mit Europäischen Stil-Elementen und beherrbergt neben dem verzierten Sarg eine imposante Marmorstatue von Sun Yat-sen.

Auf dem Purpur-Berg befinden sich weite Parkanlagen und der buddhistische Linggu Tempel, umgeben von einem großen Park.

Der 515 n. Chr. erbaute Tempel gilt als einer der schönsten weltweit. Die nach dem Tempel benannte 60 Meter hohe Linggu Pagode wiederrum wurde erst 1932 nach Plänen eines amerikanischen Architekten erbaut.

Am Sonntag schlendern wir durch die Straßen der lebendigen Altstadt von Nanjing, bevor es wieder mit dem Schnellzug zurück nach Suzhou geht.

北京 (Běijīng) – Nördliche Hauptstadt

Nach der Arbeit geht es mit einem deutschen Kollegen am Freitagabend per Nachtzug im komfortablen Schlafwagen in die chinesische Hauptstadt.

Nach dem Check in im Hotel und einem ausgiebigen Frühstück, fahren wir zur Chinesische Mauer. Beim Frühstück haben wir ein älteres Paar kennengelernt, mit denen wir uns das Taxi teilen.

Die chinesische Mauer ist mit rund 21.000 km das längste Gebäude der Welt. In vergangenen Dynastien hat die “Große Mauer” das Land vor Invasionen aus dem Norden geschützt.

Mitten in Peking liegt auch die kaiserliche Residenzstadt. Weil der Zutritt für die einfache Bevölkerung verboten war, wird sie umgangssprachlich auch “verbotenen Stadt” genannt. Weltbekannt ist das Mao-Portrait am Eingang.

Direkt hinter der Verbotenen Stadt befindet sich der Zhongshan Park. Hier zeigt sich das sonst weltoffene Peking bieder – es ist der Heiratsmarkt der Stadt. Ledige Männer, aber insbesondere Frauen ab 30 gelten aus “übrig geblieben”.

Eltern und Großeltern helfen nach und legen Lebensläufe und Steckbriefe der zu verkuppelnden Sigles im Park aus. Unerwartet hoch qualifiziert und beruflich erfolgreich sind die Kandidaten.

Gegenüber, auf der anderen Straßenseite des Eingangs der Verbotenen Stadt, des sogenannten “Tors des Himmlichen Friedens”,  liegt auch schon direkt der größte Platz der Welt. Der Tian’anmen-Platz war der Öffentlichen Bevölkerung ebenso lange Zeit nicht zugänglich.

Das im Zentrum stehende Monument wurde als “Denkmal für die Helden des Volkes” erbaut. Das Denkmal trägt die Innenschrift Mao Zedongs und erinnert auf acht Marmorplatten an die Chinesischen Revolutionen und Aufstände seit der Opiumkriege 1839

Auf dem gleichen Platz befindet sich auch die “Gedenkhalle für den Vorsitzenden Mao”, das Mausoleum Mao Zedongs.

Als letztes besichtigen wir Zhengyangmen, das alte Stadttor, welches die innere “Tatarenstadt” von der äußeren “Chinesenstadt” trennte.


Nur der Kaiser und seine persönlichen Sänften durfte durch dieses aufwendig verzierte Tor gehen.

上海市 (Shànghǎi Shì) – Wochenende in Shanghai

Ein Kollege kommt am Freitagmorgen aus Deutschland zu Besuch.  Ich fahre mit dem Zug nach Shanghai, um ihn willkommen zu heißen und gemeinsam das Wochenende dort zu verbringen. Shanghai, “die Stadt oberhalb des Meeres” ist Heimat für 23 millionen Menschen und bietet entsprechend viel Kunst, Kultur und Nachtleben.

Der Schnellzug fährt von Suzhou pünktlich in weniger als einer halben Stunde nach Shanghai City.

Am Abend gehen wir im Mr.&Mrs. Bund essen, eines der drei Restaurants von Sternekoch Paul Pairet. Anschließend besuchen wir das Zapatas, eine der bekanntesten Bars unter Ausländern in Shanghai. Wir genießen den lauen Sommerabend bei einem Drink im Biergarten.Am Sonntag ist Ausnahmezustand in der Stadt. Der Präsident eröffnet die Internationale Import Expo. Auf den Straßen finden Militärparaden statt, während eine Million Besucher die Messe besuchen. Unter ihnen auch die erfolgreichsten Unternehmensgründer wie Bill Gates (Microsoft), Jack Ma (Alibaba) und Lei Jun (Xiaomi).

烹饪 (Pēngrèn) – Kochen

Heute Abend kommt ein Kollege mit seiner Familie zu Besuch und wir kochen zu Hause. Es gibt “Suzhou Hairy Crabs”, in Deutschland auch als Wollhandkrabbe und als Plage im Mittellandkanal bekannt.

Der Kollege bringt die frischen, also fröhlich lebenden Krabben in einer Kühltasche mit.

Genau so landen sie auch im Kochtopf, der wie ein Dampfgarrer funktioniert.

Nach rund 20 Minuten färben sich die Tiere rot. Dies ist das Zeichen, dass die Krabben durchgegarrt sind.

Dazu passt eine Sauce aus einem speziellen Essig und frischem Ingwer, sowie ein kühles Bier aus der Heimat.

Von den leckeren Krabben konnten wir nicht alle aufessen. Zwei von ihnen krabbeln jetzt im Kühlschrank, um in den nächsten Tagen gegessen zu werden.