杭州 Hángzhōu – „schönste und großartigste Stadt der Welt“ (Marco Polo)

Hangzhou ist die Hauptstadt der Provinz Zhèjiāng und gilt traditionell, zusammen mit Suzhou, als schönste Stadt Chinas. Wohlstand erlangte die alte Handelsstadt durch ihre gute Lage am Eingang des Kaiserkanals in der Hángzhōu-Bucht und dem Handel mit Seide und dem weltbekannten Longjing Tee. Im 13. Jahrhundert war Hángzhōu die größte Stadt der Welt und besaß den größten Hafen seiner Zeit.

Das historische Viertel Hangzhous ist heute eine florierende Fußgängerzone mit vielen Souveniergeschäften, Cafés, Restaurants und Streetfood-Ständen. Ausgehend vom Drum Tower lohnt es sich bei einem ausgedrehnten Spaziergang auch auf die umgebene Architektur zu achten.

Neben dem Drum Tower steht eine christliche Kirche und wenige Schritte weiter kann ein mittelalterliches Handelshaus, die traditionelle Apotheke Hu Qing Yu und heutiges Chinesiches-Medizin-Museum, besichtigt werden.

Westlich der Altstadt befindet sich der West Lake (Xi Hu). Er ist, zusammen mit der umgebenen Landschaft, UNESCO-Welterbe und ein bekanntes chinesishces Sprichwort sagt, „Oben ist der Himmel – unten sind Suzhou und Hangzhou“.

Eine der beliebtesten Aktivitäten in Hangzhou ist eine Bootsfahrt auf dem Westsee. Vom Wasser aus lassen sich die meisten der sogenannten Zehn Szenerien des Westsees besichtigen.

Die Leifeng-Pagode ist eines der Wahrzeichen Hangzhous und befindet sich im Süden des Westsees. Der im Jahre 975 erbaute Turm stürzte 1924 zusammen und wurde erst 2002 wieder aufgebaut. Im Inneren der Pagode können die Überreste der ursprünglichen Pagode noch besichtigt werden. Die neue Pagode schwebt auf Stahlträgern über dem alten Fundament.

Ruhiger geht es auf dem Wu Shan Berg zu. Der bewaldete Park zwischen Altstadt und Westsee ist eine grüne Oase mit leichten Wanderwegen, entlang an historischen Tempeln und kleinen Pavilions.

Auf dem Gipfel des Wu Shan Bergs steht der Cheng Huang (“City God”) Pavilion. Eigentlich handelt es sich hier eher um einen Tempel, der wortwörtlich die Stadt(-mauer) und den Kaiserkanal beschützen soll. Das luxuriöse Gebäude vereint Architekturelemente der Yuan Dynastie mit denen der Ming Dynastie. Von hier hat man einen tollen Ausblick auf den Westsee, die Stadt und die umliegenden Berge.

Im Südwesten Hangzhous liegt die Longjing-Region. Von hier kommt einer der weltbesten grünen Tees, der Longjing-Tee oder auch “Drachenbrunnentee” genannt. Je nach Qualität kann der Tee luxuriös teuer werden, den idyllischen Teehäusern nach zu urteilen, ist Tee ein lohnenswertes Geschäft.

Die Teefelder bedecken in Longjing fast jeden freien Quadratmeter der Berge und kleine Wege führen durch die Plantagen.

Entlang der Straßen findet man Häuser mit prächtigen Vorgärten, gemütliche kleine Teehäuser und Restaurants mit Terrassen.

黄山 Huáng Shān – Mit 20.000 Chinesen auf dem heiligen Berg

Huangshan, der Gelbe Berg, ist ein Gebirge in der Provinz Anhui. Er ist einer der fünf heiligen Berge China und gehört zum Weltkulturerbe und Weltnaturerbe der UNESCO. Die bizarren Felsformationen mit 72, teilweise senkrechten, Gipfeln und das sich darin verfangene Wolkenmeer wird seit Jahrhunderten von berühmten chinesischen Malern und Poeten festgehalten. Zuletzt dienten die Berge als Kulisse und Vorbild für die schwebenden Berge im Film Avatar.

Erster Tag – Menschenmassen schieben sich über den Berg

Vom Massentourismus, der hier zur chinesischen Ferienzeit seinen Höhepunkt findet, merkt man in den verschlafenen Bergedörfern noch nicht viel. Der breite Ansturm liegt auf den Hotels im Gebirge des Nationalparks. Wer dort kein Zimmer ergattern kann, übernachtet im Zelt oder außerhalb.

Vom Dorf aus fahren Busse zum Gebirge. Wer den Fußweg wählt, wird für diesen Tag mit seiner letzten Wanderung in der völligen Ruhe dichter Bambuswälder belohnt. Der verlassene Weg führt auf antiken Brücken über kleine Bäche und an malerischen Wasserfällen und einsamen Tempeln vorbei.

Der Nationalpark hat drei Eingänge, zwei im Süden und einen im Norden. Die Wege sind, wie für chinesische Wandergebiete üblich, ausnahmslos betoniert. Vom Südwesteingang gelang man zu Fuß oder mit der Seilbahn zum Yuping Peak. Hier begrüßt die mehr als 800 Jahre alte “Guest Welcoming Pine”, der wohl meist fotografierte Kiefernbaum der Welt, seine Besucher. Über die Jahrtausenden hat sich die Huangshan-Kiefer als eigene Variante der chinesischen Kiefer entwickelt. In den Felsspalten finden die Wurzeln keine Erde. Sie sondern eine organische Säure aus, die Mineralsalze aus dem Granitgestein lösen kann. Das raue, stürmische Wetter zwingt die Bäume zu weiten flachen Baumkronen, im Schatten der Felsen.

“Standing upright on the peaktop in the cloud sea, Watching visitors to and from down the way. The pine clasps his arms to bow farewell in the wind, Expecting to meet them again on a certain day.” (chinesischer Poet)

Von der Guest Welcoming Pine aus startet der Aufstieg zum Liánhuāfēng (Lotus Peak). Er ist mit 1.864 Metern der höchste Gipfel im Huangshan Gebirge. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick.

Von hier aus kann man weiter nach Norden, oder zurück und am berühmten Nadelbaum vorbei zum Tian Du Peak.

Auf dem Rückweg zur Seilbahn waren auch einige chinesische Wanderer unterwegs. Die meisten der 20.000 Besucher, die jeden Tag hier her kommen, bevorzugen die Seilbahn.

Das Tal ist auf dem Wanderweg zu Fuß auf jeden Fall schneller zu erreichen, die vielen Treppenstufen gehen dabei aber in die Waden!

Zweiter Tag – Nordteil und Grand Canyon

“The north gate is not recommended, it’s not developed” sagte die nette Frau im Hotel. Somit ging es mit dem Taxi eine dreiviertel Stunde zum Nordeingang. Die Fahrt, vorbei an wilden Bambuswäldern und kleinen Dörfern war den Aufwand schon wert. Das letzte Stück bis zum Eingang in den Nationalpark muss per Shuttlebus zurückgelegt werden. Anschließend geht es mit der österreichischen Seilbahn hinauf und die letzten Meter zu Fuß auf den Lion Peak.

Das Gebirge ist im Norden schroffer und von steilen Felswände geprägt.

Einige Abschnitte verlaufen in schwindliger Höhe. Dennoch sind die an den Fels gebauten Wege ordentlich betoniert, aber bei weitem nicht so überfüllt wie im südlichen Teil.

Vom Lion Peak aus verläuft ein Wanderweg abwärts nach Westen, um den Xihai Grand Canyon. Die Empfehlung lautet an der ersten Gabelung rechts und an der zweiten links halten.

Vor hier aus kann eine weitere Seilbahn direkt durch den Canyon zum Bright Top Peak genommen werden.

Die Wanderung folgt den Schildern zum Baie Ling, vorbei am Turtle Peak, ein Fels, der eine Schildkröte verblüffend ähnlich sieht, oder auf der anderen Seite, eine Kiefer, die aus dem Gipfel einer Felssäule wächst.

Beeindruckend ist auch, wie die Restaurants und Hotels im Gebirge versorgt werden. Alle Waren werden von Lastenträger durch den Yellows Mountain getragen.

Zum nachmachen, hier noch die Karte, auf der allerdings leider der Nordeingang fehlt.

青岛市 Qingdao – Deutsche Kolonie in China

Die “Grüne Insel”, was die Übersetzung des Namens Qingdao ist, gehörte von 1898 bis 1919 als Kolonie zum Deutschen Reich. Von Suzhou sind es etwa 6 Stunden mit dem Schnellzug, oder eine Nacht im Schlafzug.

Die Kategorie “hard sleeper” verdient ihren Namen, ist aber dafür preiswert und sauber.

Qingdao liegt an der Küste des chinesischen Meeres und ist für seinen Strand, gutes Seafood und…

… das lokale Bier bekannt. Die Brauerei soll die größte deutsche Brauerei, außerhalb Deutschlands sein. In der Tat wurde die Brauerei während der Kolonialzeit in Deutschland abgebaut und in Einzelteilen per Schiff nach Qingdao gebracht und 1903 als Germania-Brauerei in “Kiautschou” wieder aufgebaut.

Seit dem wird von hier ganz China mit dem wohlschmeckenden Bier Tsingtao versorgt. In Qingdao selber gibt es eine Besonderheit. Das hier kann hier direkt am Obststand in Plastiktüten frisch von Fass gekauft werden.

Mit so einer Tüte lässt es sich normalerweise wohl recht gut am vollen Stand aushalten. Heute zieht jedoch ein Super-Taifun entlang der chinesischen Küste und sorgt für Regen, Meter hohe Wellen und starke Tropenstürme.

An vielen Ecken kann der Einfluss der Kolonialzeit entdeckt werden. Qingdao war die erste Stadt China, welche neben einer Brauerei auch passederweise über ein funktionierendes Kanalisationssystem verfügt. Aber auch Wohnhäuser in der damaligen Architektur sind noch erhalten. Im deutschen Viertel findet man sogar noch echte Kopfsteinpflasterstraßen.

Auf einem Berg am Rande des deutschen Viertels steht ein alter Feuerwachturm.

Die protestantische Kirche mit ihrem auffälligen Uhrenturm wurde 1910 nach den Plänen des deutschen Architekten Curt Rothkegel erbaut. Finanziert wurde der Bau aus Granit und Sandstein von der evangelischen Kirche Berlin.

Für den Rückweg kann man sich auf dem Bahnhof noch mit einer frisch gezapften Tüte Tsingtao eindecken…

横店影视城 Hengdian World Studios – Chinese Hollywood

Das weltgrößte Filmstudio ist nicht in Hollywood und befindet sich auch nicht in den USA. Das größte Filmstudio wurde 1996 eröffnet und befindet sich in China, in Dongyang, Zhejiang Provinz.

Hier werden neben nationalen Filmen auch viele Blockbuster und Netflix Serien produziert. Hier lassen sich Chinas Attraktionen in zwei Tagen erleben.

Auf dem Gelände befindet sich ein imposanter Nachbau des alten Sommerpalats der Qin Dynastie.

Die friedlichen Krieger der Terrakotta Armee, welche nahe Xi’an ausgegraben wurde, können hier Maßstabsgerecht bewundert werden.

Aber auch Gerätschaften für die nächste Eroberung des Kaiserpalasts stehen schon bereit.

Entsprechend der jeweiligen Dynastie sind die Themenparks mit Stadtmauern umschlossen.

Auch diverse Stadttore wurden originalgetreu nachgebildet.

Selbst die Verbotene Stadt kann in Hengdian ohne lange Touristenschlangen besichtigt werden.

Statt Wild Wild West gibt es Wild East Kulissen.

Da dürfen natürlich die Pferdeshows nicht fehlen. Bei 35°C im Schatten ist schon das zusehen schweißtreibend!

Glücklicherweise wurden auch die berühmten Chinesischen Gärten nachgebaut. Sie spenden auch als Filmkulisse Schatten.

同里镇 Tónglǐ Zhèn – Tongli Wasserstadt

Eine der vielen Wasserstädte ist aus Suzhou mit der U-Bahn erreichbar. Tongli ist deshalb ein beliebter Ort für einen kleinen Sonntagsausflug.

Die Stadt ist von kleinen Kanälen durchzogen und hat noch den typischen Charm alter chinesischer Städte am Kaiserkanal.

Natürlich kann Tongli auch mit dem Floß zu Wasser erkundet werden.

Bei Chinesen sind die alten Städte beliebte Kulisse für Fotoshootings.

Vor allem aber, entkommt man dem Trubel der Großstadt und kann das schöne Wetter genießen.

周庄镇 Zhōuzhuāng Zhèn – Venedig des Ostens

Mitten im Herzen des Yangtze Deltas liegt Zhouzhuang. Die Stadt ist eine der bekanntesten “Wasserstädte” Chinas und nur eine halbe Autostunde von Suzhou entfernt.

Der historische Stadtkern ist von Kanälen durchzogen, auf dem mit traditionellen Booten gefahren werden kann.

Die meisten Häuser sind noch in der originalen Ming- und Qing- Architektur erhalten.

Der Beinamen „Venedig des Ostens“ ist von den unzähligen historischen Brücken, die über die vielen kleinen Kanäle führen, inspiriert.

Zwischen all den Kanälen und Brücken können mehrere Pagoden besichtigt werden.

Der großzügig angelegte Quanfu Tempel ist ebenso von Kanälen durchzogen und würde zum verweilen einladen, wenn es nicht gerade so kalt gewesen wäre. Das einzige beheizte Restaurant gehört zur berühmten amerikanischen Fastfood-Kette.

Abends versinkt Zhouzhuang in buntem Licht.

木渎 Mùdú – Wandern in Suzhous Nachbarstadt

Mit der U-Bahn erreicht man Mùdú in unter einer Stunde, also genau richtig, für einen kleinen Sonntagsausflug!

Die kleine Nachbarstadt ist vor allem für die Linyan Mountains bekannt.

Im Gebirge gibt es hier unzählige Wasserquellen, die mehrere, klare Seen speisen.

Auch diverse Pavilions und Tempel gibt es unterwegs zu besichtigen.

Der unscheinbare Tempel oberhalb eines großes Friedhofs lädt beim Aufstieg auf die Linyan Berge zu einer kleinen Pause ein.

Oben angekommen, befindet sich ein großer See, um den ein Weg aus Holzplanken angelegt ist.

Ein kleiner Wasserfall kann auch bestaunt werden.

Auch wilde Tiere gibt es hier zu sehen, wenn auch im Gehege.

南京 Nanjing – Südliche Hauptstadt

Nanjing ist die Hauptstadt der Provinz Jiangsu, zu der auch Suzhou gehört. Der Name deutet es schon an, Nanjing war in der Vergangenheit mehrfach chinesische Hauptstadt. Noch heute ist sie ein wichtiges kulturelles Zentrum des Landes.

Von Suzhou aus ist die Stadt mit dem Zug in eineinhalb Stunden zu erreichen. Wir werden mit einem malerischen Herbstwetter empfangen.

Die Purple Mountain, ein kleines Gebirge, welches am östlichen Rand der Stadt beginnt, ist beliebtes Ausflugsziel. Die angrenzenden Gärten erstrahlen im Frühjahr in namengebender, purpurnen Pflaumenblüte und zur Zeit in bunter Herbstfärbung.

Die chinesische Gärten und Parkanlagen beherbergen unzählige Pavillons, Denkmäler und Wahrzeichen vergangene Dynastien.

Nanjing hat eine sehr gut erhaltene Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert. Sie ist mit über 35 km Länge die Längste Stadtmauer der Welt. Das ursprüngliche System aus vier Mauerringen, welches den Kaiserpalast, die innere Kaiserstadt, die Stadt und das Umland absichert, war Vorbild der Architektur für die spätere “Verbotene Stadt” in Peking.  

Anders als in Peking oder Xi’an verläuft die gewaltige Mauer nicht rechteckig, sondern entlang der natürlichen Topografie und der ursprünglichen Stadtgrenzen. Somit hat man von der Mauer einen wunderbaren Ausblick auf den Xuanwu-See.

Im südlichen Teil der Stadtmauer befindet sich nichts geringeres, als das “Tor zu China”. Dieses Haupttor der frühen Hauptstadt gilt bis heute als komplexeste Verteidigugseinrichtung weltweit.

Als nächstes besuchen wir das ehemalige Wohhaus des ersten Staatspräsidenten der Republik Chinas. Nach dem Umsturz des 2000-jährigen Kaiserreichs wurde Dr. Sun Yat-sen 1911 zum provisorischen Präsidenten des modernen Chinas ernannt.

In Najing befindet sich auch das Sun Yat-sen Mausuleum. Dieses befindet sich auf dem Purpur-Berg und ist über eine fünfzig Meter breite Treppe mit knapp 400 Stufen zu erreichen.

Die Gedenkhalle aus weißem Marmor vereint Elemente traditioneller Chinesischer Tempelarchitektur mit Europäischen Stil-Elementen und beherrbergt neben dem verzierten Sarg eine imposante Marmorstatue von Sun Yat-sen.

Auf dem Purpur-Berg befinden sich weite Parkanlagen und der buddhistische Linggu Tempel, umgeben von einem großen Park.

Der 515 n. Chr. erbaute Tempel gilt als einer der schönsten weltweit. Die nach dem Tempel benannte 60 Meter hohe Linggu Pagode wiederrum wurde erst 1932 nach Plänen eines amerikanischen Architekten erbaut.

Am Sonntag schlendern wir durch die Straßen der lebendigen Altstadt von Nanjing, bevor es wieder mit dem Schnellzug zurück nach Suzhou geht.

北京 Běijīng – Nördliche Hauptstadt

Nach der Arbeit geht es mit einem deutschen Kollegen am Freitagabend per Nachtzug im komfortablen Schlafwagen in die chinesische Hauptstadt.

Nach dem Check in im Hotel und einem ausgiebigen Frühstück, fahren wir zur Chinesische Mauer. Beim Frühstück haben wir ein älteres Paar kennengelernt, mit denen wir uns das Taxi teilen.

Die chinesische Mauer ist mit rund 21.000 km das längste Gebäude der Welt. In vergangenen Dynastien hat die “Große Mauer” das Land vor Invasionen aus dem Norden geschützt.

Mitten in Peking liegt auch die kaiserliche Residenzstadt. Weil der Zutritt für die einfache Bevölkerung verboten war, wird sie umgangssprachlich auch “verbotenen Stadt” genannt. Weltbekannt ist das Mao-Portrait am Eingang.

Direkt hinter der Verbotenen Stadt befindet sich der Zhongshan Park. Hier zeigt sich das sonst weltoffene Peking bieder – es ist der Heiratsmarkt der Stadt. Ledige Männer, aber insbesondere Frauen ab 30 gelten aus “übrig geblieben”.

Eltern und Großeltern helfen nach und legen Lebensläufe und Steckbriefe der zu verkuppelnden Sigles im Park aus. Unerwartet hoch qualifiziert und beruflich erfolgreich sind die Kandidaten.

Gegenüber, auf der anderen Straßenseite des Eingangs der Verbotenen Stadt, des sogenannten “Tors des Himmlichen Friedens”,  liegt auch schon direkt der größte Platz der Welt. Der Tian’anmen-Platz war der Öffentlichen Bevölkerung ebenso lange Zeit nicht zugänglich.

Das im Zentrum stehende Monument wurde als “Denkmal für die Helden des Volkes” erbaut. Das Denkmal trägt die Innenschrift Mao Zedongs und erinnert auf acht Marmorplatten an die Chinesischen Revolutionen und Aufstände seit der Opiumkriege 1839

Auf dem gleichen Platz befindet sich auch die “Gedenkhalle für den Vorsitzenden Mao”, das Mausoleum Mao Zedongs.

Als letztes besichtigen wir Zhengyangmen, das alte Stadttor, welches die innere “Tatarenstadt” von der äußeren “Chinesenstadt” trennte.


Nur der Kaiser und seine persönlichen Sänften durfte durch dieses aufwendig verzierte Tor gehen.

上海市 Shànghǎi Shì – Wochenende in Shanghai

Ein Kollege kommt am Freitagmorgen aus Deutschland zu Besuch.  Ich fahre mit dem Zug nach Shanghai, um ihn willkommen zu heißen und gemeinsam das Wochenende dort zu verbringen. Shanghai, “die Stadt oberhalb des Meeres” ist Heimat für 23 millionen Menschen und bietet entsprechend viel Kunst, Kultur und Nachtleben.

Der Schnellzug fährt von Suzhou pünktlich in weniger als einer halben Stunde nach Shanghai City.

Am Abend gehen wir im Mr.&Mrs. Bund essen, eines der drei Restaurants von Sternekoch Paul Pairet. Anschließend besuchen wir das Zapatas, eine der bekanntesten Bars unter Ausländern in Shanghai. Wir genießen den lauen Sommerabend bei einem Drink im Biergarten.Am Sonntag ist Ausnahmezustand in der Stadt. Der Präsident eröffnet die Internationale Import Expo. Auf den Straßen finden Militärparaden statt, während eine Million Besucher die Messe besuchen. Unter ihnen auch die erfolgreichsten Unternehmensgründer wie Bill Gates (Microsoft), Jack Ma (Alibaba) und Lei Jun (Xiaomi).