同里镇 (Tónglǐ Zhèn) – Tongli Wasserstadt

Eine der vielen Wasserstädte ist aus Suzhou mit der U-Bahn erreichbar. Tongli ist deshalb ein beliebter Ort für einen kleinen Sonntagsausflug.

Die Stadt ist von kleinen Kanälen durchzogen und hat noch den typischen Charm alter chinesischer Städte am Kaiserkanal.

Natürlich kann Tongli auch mit dem Floß zu Wasser erkundet werden.

Bei Chinesen sind die alten Städte beliebte Kulisse für Fotoshootings.

Vor allem aber, entkommt man dem Trubel der Großstadt und kann das schöne Wetter genießen.

周庄镇 (Zhōuzhuāng Zhèn) – Venedig des Ostens

Mitten im Herzen des Yangtze Deltas liegt Zhouzhuang. Die Stadt ist eine der bekanntesten “Wasserstädte” Chinas und nur eine halbe Autostunde von Suzhou entfernt.

Der historische Stadtkern ist von Kanälen durchzogen, auf dem mit traditionellen Booten gefahren werden kann.

Die meisten Häuser sind noch in der originalen Ming- und Qing- Architektur erhalten.

Der Beinamen „Venedig des Ostens“ ist von den unzähligen historischen Brücken, die über die vielen kleinen Kanäle führen, inspiriert.

Zwischen all den Kanälen und Brücken können mehrere Pagoden besichtigt werden.

Der großzügig angelegte Quanfu Tempel ist ebenso von Kanälen durchzogen und würde zum verweilen einladen, wenn es nicht gerade so kalt gewesen wäre. Das einzige beheizte Restaurant gehört zur berühmten amerikanischen Fastfood-Kette.

Abends versinkt Zhouzhuang in buntem Licht.

木渎 (Mùdú) – Wandern in Suzhous Nachbarstadt

Mit der U-Bahn erreicht man Mùdú in unter einer Stunde, also genau richtig, für einen kleinen Sonntagsausflug!

Die kleine Nachbarstadt ist vor allem für die Linyan Mountains bekannt.

Im Gebirge gibt es hier unzählige Wasserquellen, die mehrere, klare Seen speisen.

Auch diverse Pavilions und Tempel gibt es unterwegs zu besichtigen.

Der unscheinbare Tempel oberhalb eines großes Friedhofs lädt beim Aufstieg auf die Linyan Berge zu einer kleinen Pause ein.

Oben angekommen, befindet sich ein großer See, um den ein Weg aus Holzplanken angelegt ist.

Ein kleiner Wasserfall kann auch bestaunt werden.

Auch wilde Tiere gibt es hier zu sehen, wenn auch im Gehege.

烹饪 (Pēngrèn) – Kochen

Heute Abend kommt ein Kollege mit seiner Familie zu Besuch und wir kochen zu Hause. Es gibt “Suzhou Hairy Crabs”, in Deutschland auch als Wollhandkrabbe und als Plage im Mittellandkanal bekannt.

Der Kollege bringt die frischen, also fröhlich lebenden Krabben in einer Kühltasche mit.

Genau so landen sie auch im Kochtopf, der wie ein Dampfgarrer funktioniert.

Nach rund 20 Minuten färben sich die Tiere rot. Dies ist das Zeichen, dass die Krabben durchgegarrt sind.

Dazu passt eine Sauce aus einem speziellen Essig und frischem Ingwer, sowie ein kühles Bier aus der Heimat.

Von den leckeren Krabben konnten wir nicht alle aufessen. Zwei von ihnen krabbeln jetzt im Kühlschrank, um in den nächsten Tagen gegessen zu werden.

板球 (Bǎn qiú) – BBQ Dinner Party

So langsam sinken die Temperaturen unter die 20°C Make. Für die meisten Chinesen bedeutet dies das Ende des Sommers. Dicke Jacken werden getragen, die Klimaanlage steht auf heizen und die ersten Kollegen sind erkältet.

Der Eigentümer des Hauses lädt zum Sommerabschluss zu einer BBQ Party auf der Dachterrasse ein.

Der Koch grillt Hühnchen, Fisch, Lamm und allerhand Seafood.

Dazu erklingt (anfangs recht laute) Livemusik.

Der chinesische Rotwein ist für den europäischen Geschmack etwas süß, passt aber dennoch irgendwie zum lauen Sommerabend.

Jinji Lake Classics Run

Am heutigen Samstag findet wieder ein Sport-Event statt. Die Stadt veranstaltet einen Wettkampf-Lauf rund um den Jinji See.

Zur Eröffnung gibt es ein traditionelles Bühnenprogramm mit Tanz und Musik. Auch ein gemeinsames Aufwärmprogramm wird angeboten.

Das Rennen wurde für 10km und 15km ausgetragen. Ich habe mich für die kürzer Distanz angemeldet. Die Strecke führt entlang des Rundwegs um den See.

Die Brücke über den südlichen Zipfel des Sees wurde erst letztes Jahr fertig gestellt.

Nach einer guten Platzierung (Platz 18) auf 10km habe ich noch die restliche Kilometer auf die 15km Distanz abgeschlossen. Somit habe ich am Ende sogar zwei Finisher-Medaillen erhalten.

皇罗禅院 – Radtour zum Huang Luo Chanyuan Tempel

Heute erkunde ich, zusammen mit einem Kollegen, mal wieder das Umland mit dem Fahrrad. Gleich auf dem Weg zum Treffpunkt platzt der Reifen. Schnell den Schlauch gewechselt und weiter gehts. Bei der Umrundung des Yangcheng Sees halten wir an einem buddhistischen Tempel.

Es findet gerade eine Zeremonie statt und wir werden zum Essen eingeladen. Wir lehnen freundlich ab – wir haben noch ein paar Kilometer auf den Rädern vor uns.

Besonders weit kommen wir nicht, und mein Reifen verliert schon wieder Luft. Einen weiteren Ersatzschlauch habe ich nicht dabei, also wird klassisch geflickt!

Leider kommen wir nicht weit und ich fahre mir erneut einen Metallspan ein. Ein Bauer nimmt uns bis zur nächsten Werkstatt mit, wo wir erneut den Schlauch flicken und den Reifen aufpumpen.

Mit etwas Verzögerung fahren wir die geplante Runde weiter und kommen unterwegs an einem Filmpark vorbei. Hier können verschiedene Film-Kulissen angeschaut werden, von der italienischen Straßenszene bis zum verstörten Industriebrache im Nachkriegsstil.

Qiong Ji Lu – Neue Altstadt

Die Qiong Ji Lu erweckt den Anschein einer historischen Altstadt. In Wahrheit jedoch, ist das gesamte Stadtviertel erst fünf Jahre alt.

Sämtliche Elemente, wie die traditionellen Suzhou Gärten, klassische Brücken, Tempel und Teepavillons wurden in den Straßen gestalterisch aufgegriffen.

Bei touristen ist die Gegend weniger bekannt, weshalb es hier auch nicht so überfüllt ist.

Die Altstadt bietet eine tolle Kulisse für Fotoshootings, lädt aber auch einfach zum Verweilen ein.

Die Gegend ist auch bei Künstlern…

…und solchen, die es werden wollen beliebt.

龙井茶 (lóngjǐng chá) – Grüner Tee aus Long Jing

Tee und China gehören zusammen, wie Bayern und Weißbier. Das Chinesische Nationalgetränk wird hier nicht nur den ganzen Tag über getruken, sondern in eigenen Teehäusern ausgiebig zelebriert.

Ein ganz besonderer Chinesischer Tee kommt direkt aus der Region – der Kaiserliche Long Jing Tee. Dieser Grüntee gilt als der beste Chinas und wird als “mild-süßlich” beschrieben. Das Anbaugebiet ist nur 150 qm groß und liegt auf einem Hügel in einem kleinen Dorf namens Long Jing bei Hangzhou.

Die höchste Qualität des Tees wird erreicht, wenn nur die jünsten beiden Knospen und Blätte im Zeitraum vom 21. März bis 5. April gepflückt werden. Das abgebildete Glas Tee, dessen erster Aufguss für mich wie Heu geschmeckt hat, ist für gute zehn Euro zu haben. Der zweite und dritte Aufguss war dann tatsächlich trinkbar.

金庭镇 – Jinting Zhen Island

Die erste Arbeitswoche ist geschafft – Zeit für ein erstes Team-Event! Ich habe sofort vier Kollegen mit Rennrad gefunden. Einer der Kollegen hat vorgeschlagen, sein uns sein Heimatdorf zu zeigen. Somit führt die heutige Radtour auf die Insel Jinting Zhen im Taihu See. Der Taihu ( auf Deutsch: Sehr großer See) ist der drittgrößte Süßwassersee Chinas und liegt eine Autostunde westlich von Suzhou.

Mit dem Auto sind wir auch angereist und konnten so direkt ohne Stadtverkehr starten. Die Strecke führt direkt am See entland, über eine gigantische Brücke auf die Insel. Bei der Überfahrt hat man einen grandiosen Blick auf die kleine Nachbarinsel Xiaoting. Auf dem See fahren einige traditionelle Segelschiffe (“Dschunken”), wie man sie sonst aus Hong Kong kennt.

Auf der Insel angekommen, gab es erstmal einen kurzen Zwischenstopp. Bauern verkaufen hier frisches Obst und Gemüse an der Straße. Frischer geht es nicht! Doch der schein trügt, so bescheiden die Menschen hier auch wirken – bezahlt wird bargeldlos per WePay!

Der Straßenverkehr ist auch diesmal wieder entspannt. Die uns umgebene Natur beeindruckt durch weites Grün und duftenen Blüten.

Die Menschen rund um den Taihu See leben nicht nur von der klassischen Landwirtschaft sondern auch von der Fischerei.

Eine der bekanntesten Delikatessen ist die Wollhandkrabbe, welche gerade Saison hat. Als Tiere werden sie außerhalb der Stadt derzeit fast an jeder Ecke angeboten. In der Stadt findet man die Krabben auf nahezu jeder Speisekarte.

Ein kurzes Gruppenfoto, bevor wir den Rückweg antreten.

Am Ende haben wir die 100 km-Marke überschritten. Für eine Samstagsrunde mit ein paar Kollegen eine ganz ordentliche Leistung!